Checkliste AI-Labels und Kennzeichnungspflicht



Checkliste: AI-Labels (mit Begründung)
1. Rechtliche Grundlagen (EU AI Act) prüfen
- Maßnahme: Analysieren, welche konkreten Vorgaben der EU-KI-Verordnung (insbesondere Artikel 50 zur Transparenz) für die auf sicherkomm.de veröffentlichten Formate gelten.
- Begründung: Seit August 2026 greifen die verbindlichen Transparenzpflichten des AI Acts. Unternehmen müssen exakt wissen, welche ihrer Webseiten-Inhalte, Chatbots oder Medien unter die gesetzliche Kennzeichnungspflicht fallen, um teure Bußgelder zu vermeiden.
2. Identifikation KI-generierter Inhalte (Text, Bild, Video)
- Maßnahme: Im Redaktions- und Content-Workflow klar definieren, welche Medien komplett synthetisch erzeugt oder tiefgreifend bearbeitet (Deepfakes) wurden.
- Begründung: Nicht jede Nutzung von KI zieht automatisch eine Kennzeichnung nach sich (z. B. reine Rechtschreibkorrekturen, Formatierungen oder Übersetzungen sind ausgenommen). Eine Pflicht besteht jedoch bei Inhalten, die der Information der Öffentlichkeit über Angelegenheiten von öffentlichem oder gesellschaftlichem Interesse dienen oder realistisch täuschen können.
3. Art der Kennzeichnung festlegen (Offen, technische Wasserzeichen, Metadaten)
- Maßnahme: Standardisierte Label-Formate etablieren (z. B. sichtbare Hinweise wie „Mit KI erstellt“ als Bildunterschrift oder am Artikelende sowie maschinenlesbare Metadaten/Wasserzeichen).
- Begründung: Der AI Act fordert sowohl eine für Menschen sofort wahrnehmbare Transparenz (klar, deutlich, barrierefrei) als auch eine technische Rückverfolgbarkeit (maschinenlesbare Formate), damit automatisierte Tools die Herkunft prüfen können.
4. Nutzerfreundlichkeit und Transparenz sicherstellen
- Maßnahme: Platzierung der Labels prüfen (z. B. direkt am Start eines Chatbots, am Anfang/Ende von Beiträgen oder als dezente Bildunterschrift – ohne dass der Nutzer danach suchen muss).
- Begründung: Gesetzlicher Zweck der Transparenzpflicht ist es, Verbraucher und Nutzer vor Täuschung zu schützen. Versteckte Hinweise im Fließtext oder im tiefen Kleingedruckten genügen den rechtlichen Anforderungen nicht.
5. Interne Richtlinien für Content-Erstellung aktualisieren
- Maßnahme: Einen internen Leitfaden (Code of Conduct) für alle beteiligten Autoren, Designer und Redakteure von sicherkomm.de verfassen und verteilen.
- Begründung: Da KI-Tools alltäglich in den Workflow integriert sind, müssen alle Teammitglieder wissen, wann ein Label zwingend gesetzt werden muss, um versehentliche Rechtsverstöße im redaktionellen Alltag auszuschließen.
6. Überprüfung von Drittanbieter-Content auf KI-Kennzeichnungspflicht
- Maßnahme: Prozesse etablieren, um auch Gastbeiträge, eingereichte Bilder oder externe Zulieferungen auf deren KI-Einsatz hin zu überprüfen oder vertraglich abzusichern.
- Begründung: Als Betreiber der Plattform sicherkomm.de steht das Unternehmen in der Verantwortung, die Einhaltung der Veröffentlichungsvorschriften auf der eigenen Präsenz sicherzustellen.
7. Regelmäßige Audits der Kennzeichnungsprozesse durchführen
- Maßnahme: In festgelegten Abständen Stichproben im Content-Bestand von sicherkomm.de machen und die technischen sowie redaktionellen Label-Prozesse evaluieren.
- Begründung: Da sich technische Standards und EU-Leitlinien (wie der Code of Practice) dynamisch weiterentwickeln, sichert ein Audit die dauerhafte Compliance und beugt Prozessfehlern vor.
AI - Labels in verschiedenen Ausführungen












